Pilot werden

Ein Traumberuf vieler Kinder ist der Beruf des Verkehrspiloten. Wer diesen Berufswunsch ernsthaft verfolgen will, kann sich bei einigen Airlines bewerben, die ihre Flugschüler selbst ausbilden, z.B. Lufthansa. Dieser Weg hat den Vorteil einer späteren Übernahme im Unternehmen, sowie der Beteiligung der Airlines an den Ausbildungskosten. Allerdings müssen sich Bewerber einem strengen Auswahlverfahren stellen, was es nicht einfach macht, einen der begehrten Plätze zu erhalten.

Eine Alternative stellen einige private Flugschulen dar, an denen die Ausbildung zum Berufs- bzw. Verkehrspiloten möglich ist. Hier sind die Kosten zunächst in voller Höhe durch die Flugschüler selbst zu tragen und werden in der Regel als Kredit aufgenommen.

Nicht jeder, der vom Fliegen träumt, realisiert diesen Traum zugleich als Beruf. Zahlreiche Vereine und Flugschulen in Deutschland ermöglichen den Weg zur Privatpilotenlizenz im Segel- oder Motorflug. Diese eröffnet die Freiheit und Faszination des Fliegens im außerberuflichen Bereich. Vielleicht weckt ja auch ein Flug in einem unserer Flugsimulatoren die Lust am Fliegen und stellt den ersten Schritt auf dem Weg zur eigenen Pilotenlizenz dar.

Berufe in der Luftfahrt

Neben dem Beruf des Verkehrspiloten, dem Traumberuf aus Kindheitstagen, bietet die Luftfahrt viele weitere interessante Berufschancen. Oftmals kommen Berufsanfänger in den Genuss exzellenter Ausbildungsprogramme, die Fluglinien in eigenen Schulungszentren oder an Partneruniversitäten durchführen. Informieren Sie sich hier über Beschäftigungen bei Airlines, Flughäfen und anderen Dienstleistern der Luftfahrtbranche.

Flugbegleiter / Flugbegleiterin

Flugbegleiter sind vor allem für einen reibungslosen Reiseablauf in der Kabine sowie die Betreuung der Fluggäste verantwortlich. Hauptvoraussetzung in diesem Beruf ist eine stark ausgeprägte Serviceorientierung. Daneben benötigt man Freude am Umgang mit Menschen, Empathie, Teamgeist und die Fähigkeit, kleinere Probleme kreativ und souverän zu lösen. Dabei sollte die physische und psychische Belastung, der das Bordpersonal ausgesetzt ist, sollte nicht außer Acht gelassen werden: Der Beruf des Flugbegleiters ist harte Arbeit. Wer allerdings das Reisen liebt und die Welt und ihre Menschen kennen lernen möchte, wird hier eine erfüllende Tätigkeit finden.

Für eine Ausbildung als Flugbegleiter / Flugbegleiterin solle man über einen Schulabschluss verfügen und die deutsche und englische Sprache fließend beherrschen. Das Mindestalter liegt i.d.R. bei 18 Jahren, und natürlich spielt auch ein gepflegtes Äußeres eine wichtige Rolle.

Fluglotse

Fluglotsen erfüllen eine der verantwortungsvollsten Aufgaben in der Luftfahrt. Sie sind für die Koordination aller Flugbewegungen innerhalb ihres Sektors des Luftraumes sowie am Boden verantwortlich. Fluglotsen arbeiten Hand in Hand mit den Piloten zusammen. Auch wenn die Piloten die Flugzeuge steuern – erst die Fluglotsen sehen das Gesamtbild und stellen durch Höhen- und Kursvorgaben unter anderem sicher, dass keines der Flugzeuge einem anderen zu nahe kommt.

Die Ausbildung zum Fluglotsen ist sowohl zivil als auch militärisch möglich. Zu den Voraussetzzungen zählen neben dem Abitur und guten Englischkenntnissen das Höchstalter von 24 Jahren zum Zeitpunkt der Bewerbung. Informationen sind u.a. bei der DFS Deutsche Flugsicherung erhältlich.

Flugdienstberater

Flugdienstberater (Dispatcher / Flight Operating Officer) sind für die Vorbereitung des Fluges sowie die Unterstützung des Flugkapitäns während des Fluges vom Boden aus verantwortlich. Voraussetzung ist der Erwerb einer behördlichen Lizenz, die vom Luftfahrt-Bundesamt (LBA) ausgestellt wird. Die Ausbildung findet in LBA-akkreditierten Betrieben statt und umfasst unter anderem Inhalte aus dem Luftrecht und der Flugsicherung, der Navigation, der Meteorologie und der Flugzeugkunde.

Luft- und Raumfahrtingenieure

Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik ist in Deutschland an Fachhochschulen und Universitäten möglich. Während es zunächst Überschneidungen zum Studium des Maschinenbaus gibt, umfasst das fortgeschrittene Studium fachspezifische Kurse wie Flugmechanik, Flugzeugelektronik und Triebwerkbau. Arbeitgeber finden sich in nahezu der gesamten zivilen und militärischen Luftfahrt; einige Industriebetriebe bieten auch duale Studiengänge an.

Elektroniker Luftfahrt

Elektroniker im Bereich der Luftfahrt sind verantwortlich für die Installation und Wartung von elektrischen Bauteilen und Leitungen in Luftfahrzeugen oder Anlagen der Flugsicherung und des Flugbetriebs. Die Ausbildung in Betrieb und Berufsschule erfolgt in den Fächern Metall, Elektrik, Elektronik, Luftfahrttechnik, Flugzeugelektrik, Flugzeugavionik und Fluginstrumente. Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt dreieinhalb Jahre.

Fluggerätmechaniker

Ein dem Beruf des Elektronikers (Luftfahrt) ähnlicher Ausbildungsberuf ist der des Fluggerätmechanikers. Angehende Fluggerätmechaniker fertigen bei Flugzeugherstellern von Flugzeugteile und Triebwerke oder sind bei Airlines oder Dienstleistern in den Bereichen Wartung und Instandhaltung tätig.

Kaufmännische Luftfahrt-Berufe

Berufsbilder im vielfältigen Bereich der kaufmännischen Beruft in der Luftfahrt umfassen unter anderem Servicekaufleute im Luftverkehr, Speditionskaufleute und Reiseverkehrskaufleute.

Servicekaufleute im Luftverkehr sorgen für reibungslose Abläufe bei der Fluggastbetreuung, im Ticketverkauf, Abfertigung und Check-in. Typische Arbeitgeber sind Fluglinien oder deren Zulieferbetriebe. Die Ausbildung dauert zweieinhalb Jahre und setzt die mittlere Reife und gute Englischkenntnisse voraus.

Speditionskaufleute im Luftverkehr sind bei Airlines mit Logistiksparten und bei großen, internationalen Luftfrachtunternehmen tätig. Ihre Aufgabe ist es, Waren, die per Luft verschifft werden sollen, korrekt zu deklarieren, abzufertigen und auf die vorher festgelegte Route zu bringen. Häufig wird zwischen Arbeitsbereichen im Import und im Export unterschieden. In diesem internationalen Arbeitsfeld sind Englischkenntnisse unverzichtbar. Die Ausbildung dauert 2,5 bis 3 Jahre und setzt die mittlere Reife voraus.

Reiseverkehrskaufleute beraten Kunden in Reisebüros, bei Reiseveranstaltern, Fluglinien und Fremdenverkehrsbetrieben. Sie erstellen Angebote für Kunden und verkaufen Reisen und Touristikangebote. Zu ihrer Arbeit gehören außerdem der Vergleich und der Einkauf von Leistungen und die Kooperation mit externen Partnern: Transportunternehmen und Hotels. Die Ausbildung dauert in der Regel 2,5 Jahre und erfordert die mittlere Reife.

Quereinstieg in die Luftfahrtbranche

Die Luftfahrt bietet ebenso für Quereinsteiger zahlreiche Chancen. Airlines, Airports und Zulieferbetriebe aus Gastronomie, Abfertigung und Sicherheit rekrutieren Personal mit und ohne Ausbildung für die verschiedensten Tätigkeiten.